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Zielsetzungen

Unsere allgemeinste Zielsetzung ist es, philosophische Kompetenz auf den Gebieten Sprachphilosophie, Symboltheorie und Philosophie der Technik und Medien zu erzeugen und diese sowohl im wissenschaftlichen Diskurs, in der inhaltlichen und formalen Gestaltung der Lehre als auch in weiteren gesellschaftlichen Bezügen zur Geltung zu bringen und nutzbar zu machen.  

Rede, Schrift und Bild gehen in der sprachlichen Verständigung historisch unterschiedliche Konstellationen ein. Diese reflektieren sich im Selbstverständnis von Philosophie und sind umgekehrt in wichtigen Phasen von philosophischer Theoriebildung mit geprägt. Schon in der Entwicklung des klassischen neuzeitlichen Wissenschaftsbildes vom 15. zum 18. Jahrhundert werden derartige Wechselbeziehungen als Kontroversen um Praktiken und Techniken der Repräsentation fassbar. Die Wissenschaftsphilosophie des Wiener Kreises wieder hat die Funktion formaler logischer Prinzipien zum Ausgangspunkt für eine neue Fassung des Aufklärungsideals genommen - und im Anschluss daran hat die sprachanalytische Philosophie methodologisch reflektierte Verfahren zur Erschließung der Themen der europäischen Tradition herausgebildet, die vielfach in allgemeinere Theorien der Darstellung und des Symbolischen münden. Die jüngsten Entwicklungen der Kommunikationstechnologie haben der Perspektive, die mit diesen historischen Andeutungen gegeben ist, neue Akzente verliehen. Digitale Medien (und ihre Vernetzung) schaffen Repräsentationsformen bisher unbekannter Qualität.  

Die Erfassung und Verbreitung von Information in Datenbanken und virtuellen Gemeinschaften stellt ein gewaltiges Wissenspotenzial dar, das technisch, philosophisch und gesellschaftspolitisch zu analysieren ist. Speziell der Konflikt zwischen den Vorgaben der Software-Technik und den Ansprüchen einer Theorie von Kommunikationsformen- und verhältnissen ist eine wesentliche Herausforderung. Es besteht kein Zweifel, dass die Bedeutung der digitalen Medien auch im wissenschaftlichen Bereich, insbesondere dem der Humanwissenschaften, weiter stark zunehmen wird, und dass ein wachsendes Bedürfnis nach philosophischer Artikulation vieler damit verbundener Fragen besteht. 

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf den Wechselwirkungen von Kunst und Ästhetik (insbesondere Film und Medienkunst) mit zeitgenössischer philosophischer Theoriebildung. 

In die Arbeiten des Forschungsbereichs sind verschiedene Disziplinen eingebunden, von der Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie über Sprachphilosophie und Ästhetik bis zu den Natur- und technischen Wissenschaften einerseits, den Kulturwissenschaften (insbesondere Literatur- und Filmwissenschaft) andererseits ; wir richten uns mit den Zielsetzungen des Arbeitsbereiches, gerade auch in der Dimension der Grundlagenforschung, interdisziplinär aus. Als wesentliche Schwerpunkte im Grundlagenbereich erkennen wir:

  • Reflexion auf das Verhältnis von Bedeutung, Information und Verstehen im Rahmen der Philosophie der Sprache
  • Reflexion auf das Verhältnis von Technik, Medien und Kunst
  • Dimensionen des Digitalen im Rahmen genereller Technik-, Medien- und Kommunikationstheorien
  • neue Dynamiken in den Strukturen wissenschaftlicher Produktion und Ausbildung (Erweiterungen speziell in die Hochschuldidaktik)



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